TI-Konnektor-Tausch: Besser gleich auf extern betreuten Konnektor umsteigen ✅

Von Dr. Ralf Gieseke, Telematikinfrastruktur-Experte AKQUINET

Dr. Ralf Gieseke

Im März ging ein großes Aufstöhnen durch die Ärzteschaft. Denn laut der gematik müssen in den Jahren 2022 bis 2024 insgesamt 130.000 Konnektoren zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) ausgetauscht werden (s. Ärzteblatt). Vom TI-Konnektor-Tausch betroffen sind in erster Linie niedergelassene Ärzte und MVZ, da sie ab 2018 als erste an die TI angebunden wurden. Doch auch Kliniken können indirekt bereits betroffen sein, sofern Arztpraxen und MVZ angeschlossen sind. Der Grund für den erforderlichen TI-Konnektor-Tausch: Die Zertifikate der Hardware-Konnektoren laufen nun nach fünf Jahren aus. Da sie mit auf die Platinen der Konnektoren eingebracht sind, müssen die Geräte unbedingt vor dem Auslaufdatum ausgewechselt werden. Andernfalls können keine Fachanwendungen genutzt werden und keine Abrechnungen mehr erfolgen – eine weitreichende Störung des Betriebsalltags und damit immense Mehrbelastung in der Patientenversorgung wären die Folge.

Negative Erinnerungen an erste Telematikinfrastruktur-Einführungen kommen hoch

Zwar plant die gematik einen konnektorunabhängigen Zugang zur Telematikinfrastruktur, wann diese Lösung genau eingeführt werden soll, ist jedoch noch offen. Die Hardware-Konnektoren müssen also erneut gegen Hardware-Konnektoren ausgetauscht werden, daran führt trotz des Aufwands und des anfallenden Elektroschrotts kein Weg vorbei. Das Aufstöhnen der Ärzteschaft ist verständlich. Denn sie blicken zurück auf eine komplizierte und teilweise unklar kommunizierte Einführungsphase der Erst-Konnektoren, die sich über gut 18 Monate erstreckte. Viele Ärzte haben noch gut in Erinnerung, wie sie teils über Monate auf den Installationstermin ihres IT-Dienstleisters vor Ort gewartet haben, wie sie neue SMC-B Karten beschaffen oder zunächst einmal eine stabilere und sichere Internet-Verbindung einrichten mussten.

Konnektor auslagern – ein smarter Schritt Richtung Zukunft

TI-Konnektor im AKQUINET Rechenzentrum

Nun also wieder alles von vorne? Einen neuen Konnektor bestellen, den IT-Dienstleister beauftragen, auf den Installationstermin warten und hoffen, dass die Praxis oder das MVZ nur einen Tag geschlossen werden muss? Es gibt einen besseren, smarteren Weg, der gerade mit Blick auf den kommenden, konnektorunabhängigen Zugang Sinn macht. Wir bei AKQUINET bieten seit Beginn TI-as-a-Service in unseren TÜViT-zertifizierten, deutschen Rechenzentren an. Denn diesen Ansatz, die Technik dem Kunden abzunehmen und soweit möglich auszulagern, haben wir als Outsourcing-Dienstleister schon lange vor der TI konsequent verfolgt. Für die TI bedeutet dieser Ansatz, dass wir den Hardware-Konnektor in einem unserer Rechenzentren aufstellen und eine sichere Verbindung zur Praxis über VPN aufbauen. Bisherige Installationshürden können wir nun nach vier Jahren Erfahrung auf ein Minimum reduzieren.

TI2Go  – Telematikinfrastruktur ohne Techniker vor Ort

Um die Installation der TI noch einfacher und schneller zu gestalten, bieten wir neu die Lösung „TI2Go“ an: Über einen Router, der in der Praxis/MVZ lediglich an eine Steckdose angeschlossen werden muss, steuern wir alle weiteren Schritte dann remote, also aus der Ferne. Der Router funktioniert dabei wie ein Network-as-a-Service. Über ihn können wir eine sichere und stabile Verbindung zum Rechenzentrum mit dem darin befindlichen, neuen Hardware-Konnektor aufbauen. Ja, es ist damit weiterhin ein Hardware-Konnektor. Doch, falls er ausgetauscht werden muss oder ausfällt, bemerken wir das über unser Monitoring-System direkt und können ohne Terminabstimmung schnell und unkompliziert einen Austausch vornehmen. Die Lösung ist denkbar einfach und zugleich kosteneffizient, weil Anfahrten, vor Ort Support und Praxisschließzeiten ausfallen.

TI2Go hilft beim Erfüllen der TI-Sicherheitsrichtlinie

TI2Go vereinfacht nicht nur den Anbindungsprozess ans Rechenzentrum. Die Lösung bietet gleichzeitig die Option verschiedene Mehrwertdienste bereitzustellen, unter anderem zur Teilerfüllung der „Richtlinie nach § 75b SGB V über die Anforderungen zur Gewährleistung der IT-Sicherheit“. Viele Praxen sind auch heute noch über veraltete Router an das Internet angebunden. Meist ist die Hardware primär für den Einsatz im privaten Umfeld gedacht und entspricht nicht den hohen Sicherheitsanforderungen im Rahmen der IT-Sicherheitsrichtlinie. Das Problem ist, dass solche Router im Alltag, solange sie funktionieren, meist nicht aktualisiert werden. Die fehlenden Updates führen schließlich zu Sicherheitslücken. Die veraltete Hardware ist zudem nicht dafür ausgelegt, eine ausfallsichere VPN-Verbindung herzustellen, wie sie für die Anbindung an die TI erforderlich ist. Die Lösung “TI2Go” kann bei solchen Problemen eine leichte und günstige Abhilfe schaffen.

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Erfahren Sie mehr darüber, wie Arztpraxen ihre IT-Sicherheit erhöhen können:
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