ECC -Umstellung der Telematikinfrastruktur: Diese Maßnahmen sind bis Juli 2026 erforderlich
Janos Frank
Telematikinfrastruktur
Beratung
Die Umstellung der Telematikinfrastruktur (TI) von RSA (Rivest-Shamir-Adleman) auf das moderne Verschlüsselungsverfahren ECC (Elliptic Curve Cryptography) geht in die finale Phase. Für Gesundheitseinrichtungen bedeutet das konkreten Handlungsbedarf: Durch das aktuelle PTV6-Update unterstützen TI-Konnektoren ab dem 1. Juli 2026 bei Heilberufsausweisen (HBA) und Institutionskarten (SMC-B) ausschließlich ECC-Zertifikate. Aus diesem Grund müssen betroffene Karten bis zum 30. Juni 2026 ausgetauscht werden. Darüber hinaus müssen auch die eingesetzten KIM-Clientmodule rechtzeitig auf einen ECC-fähigen Stand aktualisiert werden.
Die meisten Praxen werden bereits auf ECC umgestellt haben. Wer die Maßnahmen jedoch nicht rechtzeitig umsetzt, riskiert ab dem 1. Juli Einschränkungen bei der Nutzung von TI-Anwendungen wie dem E-Rezept, der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) oder anderen digitalen Gesundheitsdiensten.
Warum die ECC-Umstellung wichtig ist
Mit der Migration von RSA auf ECC modernisiert die gematik die kryptografische Basis der Telematikinfrastruktur. ECC bietet ein höheres Sicherheitsniveau bei gleichzeitig effizienterer Verarbeitung und bildet die Grundlage für den zukünftigen Betrieb der TI.
Die technische Umstellung betrifft dabei mehrere Komponenten gleichzeitig. Neben Konnektor, Primärsystem und Clientmodul müssen auch Heilberufsausweise und Institutionskarten auf die neue Technologie vorbereitet sein.
Kartentausch: Welche Karten betroffen sind?
Die gematik weist aktuell nochmals darauf hin, dass bestimmte Karten vor dem Stichtag ausgetauscht werden müssen. Dazu gehören insbesondere:
- „RSA-only“-Heilberufsausweise von medisign und D-Trust sowie „ECC-ready“-Heilberufsausweise der Anbieter D-Trust und SHC+Care
- Institutionskarten (SMC-B) mit RSA-Verschlüsselung
Nach dem 30. Juni 2026 werden betroffene Karten nicht mehr für den regulären TI-Betrieb genutzt werden können.
Clientmodule nicht vergessen
Neben dem Kartentausch sollte auch die eingesetzte Softwarelandschaft überprüft werden. Damit die Kommunikation zwischen Arbeitsplatzsystemen und der TI weiterhin funktioniert, müssen die eingesetzten Clientmodule ECC-fähig sein und auf dem aktuellen Softwarestand betrieben werden.
Ein fehlendes Update kann daher ebenso zu Funktionsstörungen führen wie eine nicht ausgetauschte Karte.
Jetzt handeln und TI-Betrieb sichern
Gesundheitseinrichtungen sollten die verbleibende Zeit nutzen, um sowohl ihre Kartenbestände als auch die eingesetzten TI-Komponenten zu überprüfen. Das Zusammenspiel aus rechtzeitigem Kartentausch und aktuellen Clientmodulen stellt sicher, dass Anwendungen wie E-Rezept, eAU und weitere TI-Dienste auch nach dem 1. Juli 2026 uneingeschränkt verfügbar bleiben.
Bei Fragen zur ECC-Migration oder zum erforderlichen Update-Stand Ihrer TI-Komponenten unterstützt AKQUINET Sie gerne.
Mehr Infos: Kartentausch bleibt wichtig: Was Gesundheitseinrichtungen wissen müssen | gematik
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Janos Frank
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