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TI-Anbindung für Physiotherapeuten: Alles, was Praxen jetzt wissen müssen

AKQUINET Ansprechpartnerin - Vivien Wenzel - Beratung

Vivien Wenzel

Beratung

Heilmittelerbringer

Für Physiotherapiepraxen gewinnt die Digitalisierung des Gesundheitswesens zunehmend an Bedeutung. Mit der Telematikinfrastruktur (TI) entsteht ein sicheres digitales Netzwerk, das Leistungserbringer miteinander verbindet und den Austausch medizinischer Informationen erleichtert. Für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten bedeutet das: weniger Papier, schnellere Kommunikation und langfristig effizientere Abläufe im Praxisalltag.
Spätestens zum 1. Oktober 2027 wird die Anbindung an die Telematikinfrastruktur für Heilmittelerbringer verpflichtend. Wer sich bereits jetzt mit den Anforderungen beschäftigt, kann die Umstellung in Ruhe planen und sich frühzeitig mit den neuen Anwendungen vertraut machen.   

 

Was ist die Telematikinfrastruktur?

Die Telematikinfrastruktur ist das sichere digitale Gesundheitsnetz in Deutschland. Sie vernetzt Arztpraxen, Krankenhäuser, Apotheken, Krankenkassen und zunehmend auch Heilmittelerbringer wie Physiotherapiepraxen.
Über die TI können Gesundheitsdaten verschlüsselt übertragen werden. Gleichzeitig bildet sie die Grundlage für digitale Anwendungen wie die elektronische Patientenakte (ePA), Kommunikation im Medizinwesen (KIM) oder künftig die elektronische Heilmittelverordnung (eVO).
Ziel ist es, Informationen dort bereitzustellen, wo sie für die Behandlung benötigt werden: sicher, standardisiert und ohne Medienbrüche.

 

Warum wird die TI auch für die Physiotherapie wichtig?

Physiotherapeutinnen und -Therapeuten arbeiten eng mit Haus- und Fachärzten, Kliniken, Reha-Einrichtungen und Krankenkassen zusammen. Viele Informationen werden heute noch per Post, Fax oder Telefon übermittelt. Das kostet Zeit und erhöht das Risiko von Übertragungsfehlern.
Die Telematikinfrastruktur schafft hierfür eine sichere digitale Grundlage. Dokumente können schneller ausgetauscht, Rückfragen einfacher geklärt und medizinische Informationen effizienter bereitgestellt werden. Dadurch profitieren sowohl Praxen als auch Patientinnen und Patienten von einer besser vernetzten Versorgung.

 

Ab wann gilt die TI-Pflicht für Physiotherapiepraxen?

Die verpflichtende TI-Anbindung für Heilmittelerbringer wurde auf den 1. Oktober 2027 verschoben. Bis dahin können sich Physiotherapiepraxen freiwillig anschließen und ausreichend Zeit für die technische Vorbereitung nutzen.
Ein früher Einstieg bietet jedoch mehrere Vorteile: Die notwendige Hardware und Karten können rechtzeitig beantragt werden, Mitarbeitende können sich mit den Anwendungen vertraut machen und die Einführung erfolgt ohne Zeitdruck kurz vor Ablauf der Frist. Außerdem bestehen bereits jetzt Refinanzierungsmöglichkeiten für den TI-Anschluss durch die sogenannte TI-Pauschale. Die TI-Anbindung stellt somit keine zusätzliche finanzielle Belastung dar.  

 

Welche TI-Anwendungen sind für Physiotherapeuten relevant?

Mit der TI-Anbindung erhalten Physiotherapiepraxen Zugang zu verschiedenen digitalen Anwendungen, die den Praxisalltag schrittweise verändern werden.


Kommunikation im Medizinwesen (KIM)
KIM ist der verschlüsselte E-Maildienst innerhalb der Telematikinfrastruktur. Damit können beispielsweise Verordnungen, Therapieberichte oder andere medizinische Dokumente verschlüsselt mit Arztpraxen, Kliniken oder Krankenkassen ausgetauscht werden.


Elektronische Patientenakte (ePA)
Mit der ePA können, sofern entsprechende Berechtigungen vorliegen, relevante Gesundheitsinformationen eingesehen werden. Dadurch stehen wichtige Informationen schneller zur Verfügung und Behandlungen lassen sich besser aufeinander abstimmen.


Elektronische Heilmittelverordnung (eVO)
Perspektivisch wird auch die elektronische Heilmittelverordnung Bestandteil der digitalen Versorgung werden und papierbasierte Prozesse ersetzen.


TI-Messenger
Der TI-Messenger ermöglicht eine sichere Kommunikation zwischen Leistungserbringern sowie Patientinnen und Patienten und ergänzt bestehende Kommunikationswege um einen datenschutzkonformen Messenger-Dienst.  

 

Welche Voraussetzungen benötigt eine Physiotherapiepraxis?

Für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur müssen Physiotherapiepraxen einige technische und organisatorische Voraussetzungen erfüllen. Welche Komponenten benötigt werden, hängt dabei von der gewählten Anbindungsvariante ab.
Grundsätzlich wird ein elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) für die persönliche Authentifizierung benötigt. Für die Praxisauthentifizierung stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

  • TI-Anbindung mit SMC-B: Hier kommen eine Institutionskarte (SMC-B), ein Kartenterminal sowie ein sicherer Zugang zur Telematikinfrastruktur zum Einsatz, beispielsweise über einen Konnektor oder ein TI-Gateway.
  • TI-Gateway mit HSM-B: Alternativ kann die Authentifizierung der Praxis über ein Hardware Security Module (HSM-B) erfolgen. In diesem Fall sind keine physische SMC-B-Karte und kein Kartenterminal mehr erforderlich. Der Zugang zur TI erfolgt über das TI-Gateway.


Unabhängig von der gewählten Anbindungsvariante ist zudem eine stabile Internetverbindung Voraussetzung für den Betrieb.

 

TI-Gateway statt Konnektor – der moderne Weg in die TI

Während früher meist ein Konnektor direkt in der Praxis installiert wurde, entscheiden sich heute immer mehr Einrichtungen für ein TI-Gateway.
Dabei wird die Verbindung zur Telematikinfrastruktur über ein sicheres Rechenzentrum hergestellt. Der Konnektor muss also nicht mehr vor Ort in der Praxis betrieben werden. Dadurch entfällt ein Großteil der lokalen Hardware und auch der Aufwand für Wartung und Updates wird reduziert.
Für Physiotherapiepraxen bedeutet das:

  • weniger Technik vor Ort
  • geringerer Wartungsaufwand und automatische Aktualisierungen
  • eine zukunftssichere Anbindung an die TI

Gerade kleinere Praxen profitieren von einer Lösung, die möglichst unkompliziert in den bestehenden Praxisbetrieb integriert werden kann.

 

Mit AKQUINET einfach in die Telematikinfrastruktur starten

Mit dem TI-Gateway von AKQUINET gelingt der Einstieg in die Telematikinfrastruktur einfach und zukunftssicher. Wir begleiten Physiotherapiepraxen von der ersten Beratung bis zur erfolgreichen Inbetriebnahme und unterstützen bei allen notwendigen Schritten: Von der Beantragung des eHBA und der SMC-B oder HSM-B über die Einrichtung der TI-Anbindung bis hin zur Integration relevanter Anwendungen wie KIM oder der elektronischen Patientenakte.
Darüber hinaus profitieren unsere Kunden von persönlichem Support, langjähriger Erfahrung im Gesundheitswesen und einer modernen TI-Lösung, die den technischen Aufwand in der Praxis auf ein Minimum reduziert.

 

Früh anbinden lohnt sich

Auch wenn die verpflichtende TI-Anbindung für Physiotherapiepraxen erst zum 1. Oktober 2027 greift, lohnt sich eine frühzeitige Vorbereitung. Wer sich bereits heute mit den technischen Voraussetzungen und den neuen Anwendungen beschäftigt, schafft optimale Voraussetzungen für einen reibungslosen Übergang in die digitale Gesundheitsversorgung.

Ihr Ansprechpartner

AKQUINET Ansprechpartner - Dr. Ralf Gieseke - Geschäftsführer

Dr. Ralf Gieseke

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