Auf ihrem individuellen Weg in eine digitalisierte Zukunft unterstützen wir unsere Kunden meist über viele Jahre. Daher verfolgen wir, wie die Digitalisierung im eHealth-Sektor an Fahrt aufnimmt. Über alle Themen zwischen IT, Daten und Arztbesuch, schreiben wir in diesem eHealth-Blog.
Die Telematikinfrastruktur steht nicht still. Neue Fachdienste kommen hinzu, bestehende Verfahren werden erweitert, technische Vorgaben ändern sich. Für Softwarehersteller bedeutet das im Klartext: TI-Integration ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern eine Daueraufgabe. Jede neue Anforderung bringt Entwicklungsaufwand, Tests und häufig auch Zertifizierungen mit sich.
Die Umstellung der Telematikinfrastruktur (TI) von RSA (Rivest-Shamir-Adleman) auf das moderne Verschlüsselungsverfahren ECC (Elliptic Curve Cryptography) geht in die finale Phase. Für Gesundheitseinrichtungen bedeutet das konkreten Handlungsbedarf: Durch das aktuelle PTV6-Update unterstützen TI-Konnektoren ab dem 1. Juli 2026 bei Heilberufsausweisen (HBA) und Institutionskarten (SMC-B) ausschließlich ECC-Zertifikate.
Wenn sich die Stammdaten eines Patienten ändern, müssen diese Informationen zuverlässig und aktuell in den Systemen von Arztpraxen vorliegen. Bisher übernimmt das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) diese Aufgabe über die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Mit VSDM 2.0 steht nun eine grundlegende Weiterentwicklung bevor: Die Versichertendaten werden künftig direkt bei den Krankenkassen abgerufen. Das soll Prozesse vereinfachen, neue digitale Versorgungsszenarien ermöglichen und die Grundlage für die nächste Generation der Telematikinfrastruktur schaffen. Doch was genau ändert sich eigentlich?
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens wird oft mit Anwendungen wie dem E-Rezept oder der elektronischen Patientenakte verbunden. Doch hinter diesen Anwendungen entsteht derzeit eine tiefgreifendere Veränderung: die Transformation der Telematikinfrastruktur zur TI 2.0. Eine zentrale Rolle spielt dabei die GesundheitsID.
Mit der Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur zur TI 2.0 verändern sich auch zentrale technische Mechanismen im Hintergrund. Einer davon ist das Verfahren Proof of Patient Presence (PoPP). Doch was steckt dahinter – und warum spielt es künftig eine wichtige Rolle für Anwendungen wie ePA oder E-Rezept?
Mit der TI 2.0 wird die Telematikinfrastruktur schrittweise weiterentwickelt: Die bisher stark hardwareorientierte Infrastruktur soll künftig flexibler, serviceorientierter und stärker auf internetbasierte Anwendungen ausgerichtet werden. Ziel ist es, digitale Anwendungen im Gesundheitswesen einfacher bereitzustellen, sicherer zu betreiben und besser an zukünftige Anforderungen anzupassen.